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10.07.2012, 15:15 Uhr
Frauen Union der CDU Braunschweig zu Besuch im Marienstift
Die Bedeutung einer Lebens-, Sterbe- und Abschiedskultur - Menschenwürdiges Leben bis zum Tod
Mit dem Thema „Leben und Sterben – Hospiz und Palliativ“ beschäftigte sich der Landesverband der Frauen Union der CDU Braunschweig. Die Landesvorsitzende Dorothea Dannehl aus Helmstedt forderte auf der Veranstaltung am 3. Juli 2012 im Braunschweiger Marienstift eine ehrliche, respektvolle und offensive Auseinandersetzung in der breiten Öffentlichkeit mit diesem Thema.
Auf dem Foto: Heidemarie Mundlos (3.v.l.), Dorothea Dannehl (2.v.l.), Dr. Reiner Prönneke (r), Manuela Hübscher (2.v.r.), Dr. Burkhard Budde (l.)
Geprüft würden nicht nur die regionalen Angebote und Rahmenbedingungen, sondern auch die Bedürfnisse der erkrankten Menschen. Heidemarie Mundlos: „Über das so genannte Case Management“, so Heidemarie Mundlos, „sollen Überschneidungen zwischen ambulanten und stationären Angeboten vermieden werden.“ Wichtig sei ein Netzwerk gleichwertiger Partner, um den unterschiedlichen Situationen Rechnung tragen zu können. Niedersachsen habe 2006 als erstes Bundesland Zuwendungen für den landesweit flächendeckenden Aufbau von Palliativstützpunkten gewährt. Dadurch konnten 34 Palliativstützpunkte errichtet werden.
Dr. Reiner Prönneke, Chefarzt der Inneren Klinik des Marienstiftes, schilderte die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen, denen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod ermöglicht werden sollte. Im Marienstift gibt es eine Palliativstation mit sieben Betten; im Klinikum Braunschweig einen Palliativbereich. Ein SAPV-Team – „SAPV“ bedeutet „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“ – ist am Marienstift angebunden; darüber hinaus gibt es in Braunschweig das „Palliativteam Braunschweig“.
Prönneke, der auch Vorsitzender des Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter umfassenden Hospiz- und Palliativstützpunktes Süd-Ost-Niedersachsen e.V. ist, begrüßte die geplante bedürfnis- und bedarfsorientierte sowie flächendeckende Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung, „ohne eine falschen Wettbewerb vor Ort zu schaffen“.
Der Vorstandsvorsitzende des Marienstiftes, Dr. Burkhard Budde, sagte, dass wichtige Anliegen wie Lebens- und Sterbekultur, gute strukturelle Rahmenbedingungen, Fortbildungen, Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, qualifizierte Mitarbeiter „nicht die persönliche Verantwortung in der konkreten Situation ersetzen können.“ Diese sei durch den Kompass der Würde aller Menschen zu stärken, damit im Zweifel die empathische Menschlichkeit eine Chance erhalte.
aktualisiert von Henrik Grotjahn, 10.07.2012, 15:31 Uhr
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